Das Eröffnungsbild hat mir sehr gut gefallen, hat mich an Spiekermanns
Buchcover von "Ursache und Wirkung" und Flash Gordon erinnert.
Sehr schön auch die Zeitungsfetzen-Wesen, durch den Kontrast mit den orangen
Westen kam die Wirkung wirklich auf, als ob die Fetzen von allein durch den
Raum gleiten würden.
Der Megafoneinsatz war für mich stimmig und lockerte das ganz gut auf.
Als zu lang empfand ich die Franzosen-Szene und der Sprechgesang. Auch
verstand man so manchen Spieler akustisch nicht sonderlich gut - oft lags
hier an der Aussprache und dann gab es wieder genau das Gegenteile, dass
Spieler möglichst laut und deutlich sprechen wollten, aber dabei fast schon
schrien und dadurch das Medium, Stimme, den Inhalt unterdrückt hat.
Gut war die Idee mit dieser Kettenreaktion, hier fehlt es allerdings noch
etwas an Koordination, sprich, Fine-Tuning.
Die verschiedenen Tonnen-Aktionen waren abwechslungsreich und fügten sich
gut in den Gesamtkontext ein.
Mein Fazit mit Blick auf die FABRIK-Stücke: Im Vergleich zu den aktuellen
Produktionen in der Fabrik brauch sich das Stück überhaupt nicht verstecken.
Ganz im Gegenteil, das Stück ist farbenfroh, unterhält und hat einige
Punkte, die auch etwas tiefgründiger Problematiken aufgreifen und somit
eventuell zum Nachdenken anregen können. Der Einsatz verschiedener Mittel
ist im Vergleich zu den derzeitigen FABRIK-Inszenierungen verständlich bzw.
dient größtenteils dem Inhalt und eben nicht nur dem Selbstzweck. Zu
bemängeln ist halt vor allem der Umgang mit der Sprache bei einigen
Spielern.
Das war mal mein Senf.
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