Sorry, etwas verspätet aber trotzdem. Schlage mich momentan mit Halsschmerzen herum, aber das wird schon. Kein Wunder bei diesem Wetter.
Zur letzten Probe. Nach dem wir wieder einen großen Orgablock, leider ohne Luise, hinter uns gebracht haben ging es mal kurz in die Textarbeit. Wir haben sofort gemerkt wie wichtig das ist und man sollte es nicht aus den Augen verlieren. Es war eine sehr kraftvolle und konzentriertes Arbeiten. Maik tat mir ein wenig leid, weil er so alleine kämpfen musste. Aber dein Wille überzeugt mich. Wie du dir das immer wieder einredest und ich spüre das von Probe zu Probe. Das dieses dir bis jetzt so fremde Terrain, immer vertrauter wird.
Danach ging es in die Szenenentwicklung unserer Prinzipienaneignungsszene. Huch, da war ja noch ein Übergang. Der vom Song. Da gab es ja eine richtig gute Idee. Ja, das war dann auch schon mal so richtig anstrengend. Genau so wird das aber weiter laufen. Gut ich /wir nehmen den Kritikpunkt von Katha auf. Bitte nicht so viel zu diskutieren sondern viel mehr auszuprobieren. Da müssen wir uns echt immer selbst kontrollieren und gegenseitig darauf hinweisen. Finde ich gut.
Hier gilt es nochmals die gesamte Szene auf Herz und Nieren zu checken. Wie geht es Euch dabei? Weiß jede/r was er/sie tut? Dient jede Aktion der Grundaussage der Szene. Ist unser roter Faden genügend verankert. Nehmen wir unser Publikum mit und vergessen wir es nicht. Stimmt das Grundfeeling. Dazu gab es schon ne Menge guter und hilfreicher Feedbacks am Ende. Wo ich immer wieder erstaunt bin, was für einen hohes Niveau und sensible Wahrnehmung unter euch existiert. Hut ab. Nehmt euch dieses Recht heraus zu intervenieren, eigene Vorschläge zu machen. Das ist wichtig und viel spannender.
Danke auch noch mal an Marianne für die tollen Grundideeen. Es steckt immer so viel von Euren Persönlichkeiten drin.
Mir wird ganz mulmig ums Herz, denn ich bin mir bewusst, dass ich die nächsten 3 großen Proben nicht bei euch sein kann. Das ist schon nicht so einfach für mich.
Dann wiederum geht es mir sofort wieder besser, weil ich weiß, dass euch Marianne begleitet und ihr sozusagen euer eigenes Theater macht, welches mein großes Ziel und meine Erfüllung wäre. Weil Marianne ja auch kaum älter ist als ihr und schon noch das gleiche jugendliche Herz hat. Und dafür ist mein zufälliges Fernbleiben genau richtig. Also RAUS DAMIT ihr Eure eigenen Erfahrungen sammeln könnt.
Jetzt kommt schon wieder der Papa durch.
Wichtig ist nur, das ihr beim Theatermachen immer Eure Gefühle befragt. Die Szenen nach ihrer Grundaussage checkt. Die Grundaussage des Stückes in jeder Szene entdeckt und auf alle Fälle das Publikum nicht vergesst (Das ist gefährlich). Also euch immer in dieses unbekannte Wesen hineinversetzt. Dann geht es voran und es entsteht eine spannende neue Welt.
Was mich bei Jugendtheater immer wieder flasht sind junge Menschen, die auf die Bühne gehen, mutig sind und etwas wollen.
Bitte seit mutig und wollt etwas. Überschreitet Grenzen und zeigt, dass ihr Geist habt! Das wünsche ich mir und dann kommt etwas ganz besonderes heraus, von ganz alleine. Da gibt es doch noch ne Menge Szenen um dies zu praktizieren........
Beim zur Zeit laufenden "Theatertreffen der Jugend" in Berlin gibt es eine Highlightproduktion. Ein Tanztheater mit 10 jungen Mädchen. Das heißt "Girl, Girls, Girls" Dieses wurden angeleitet von Ives Tuweis, welcher auch schon in Gera mit Jugendlichen aus meinen damaligen Kursen gearbeitet hat. Die Mädchen sind so offen und mutig in ihren Behauptungen, dass sie sich sofort in die Herzen der ganzen FestivalteilnehmerInnen gespielt haben. In dieser Produktion geht es um das Frau sein und Frau werden in allen Facetten. Dies nur mal so am Rande.
Also in diesem Sinne wünsche ich euch allen sehr mutige, kreative, anstrengende und vorankommende Probenblöcke. Ich habe ab nächste Woche Endprobenwoche mit meinen Kleinen und bin dann erst wieder am Mittwoch in zwei Wochen von der Partie. Das ist die letzte Probe vor der Endprobenwoche. HOLLA!!
Euer appel!
Freitag, 28. Mai 2010
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